Das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) wurde von Aktion gegen den Hunger initiiert und fand 2018 erstmals in Berlin statt. Mit mehr als 4.000 Besucher*innen und einer Medienreichweite von 20 Mio. war das 1. HRFFB gleich ein großer Erfolg. Mit der zweiten Ausgabe im September 2019 konnte sich das Festival als feste Größe in Berlin etablieren: Die Anzahl der Besucher*innen ist stark gewachsen, die Berichterstattung über das Festival konnte vervielfacht werden (Medienreichweite: 200 Mio.). Im Rahmen von Filmvorführungen mit anschließenden Q&As, Podiumsdiskussionen und Branchentalks bietet das HRFFB eine Plattform zur Auseinandersetzung mit grundlegenden Themen der Entwicklungspolitik, humanitären Hilfe, Demokratie, bewaffneten Konflikten, Migration, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.  Eine hochkarätige Jury mit u.a. Marie Steinman-Tykwer (Produzentin) und Marion Döring (Geschäftsführerin der Europäischen Filmakademie) sowie prominente Gäste, wie der erst kurz zuvor aus der Haft entlassene Menschenrechtsaktivist und Filmemacher Oleg Sentsov, trugen zusätzlich zur positiven Wahrnehmung des Festivals bei. Die diesjährige Festivaledition fand unter der Schirmherrschaft von Gesine Schwan statt, Ehrenpräsident war der chinesische Künstler und Menschenrechtsaktivist Ai Weiwei.

Der Erfolg des Festivals zeigt, dass im Herzen der Hauptstadt das Interesse an und die Notwendigkeit von einer interdisziplinären Informations- und Vernetzungsplattform rund um entwicklungspolitische Themen und Menschenrechte besonders groß ist. Mit zahlreichen Partner*innen wie z.B. Amnesty International, Brot für die Welt, BUND, NRC Flüchtlingshilfe oder Save the Children konnte zudem ein vielschichtiges zivilgesellschaftliches Netzwerk ausgebaut werden. Durch internationale Kooperationen wie z. B. mit dem niederländischen Filmfestival „Movies that Matters“ konnten auch europäische und internationale Netzwerke adressiert und aktiviert werden.

Thematisch greift das HRFFB alle Facetten rund um das Thema Menschrechte auf: Während im ersten Jahr der Fokus insbesondere auf Flucht und Migration gerichtet war, gab das zweite Festival mit den drei Sektionen „Voices from a troubled World“, „Global Spotlights“ und „The Future is Now“ Einblicke in weltweite menschenrechtliche und entwicklungspolitische Themen.

Für die dritte Ausgabe des Human Rights Festivals im Jahr 2020 hat sich Aktion gegen den Hunger dafür entschieden, die Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zum Schwerpunkt zu machen, um fünf Jahre nach deren Verabschiedung den öffentlichen Fokus auf diese wichtigen internationalen Ziele zu lenken.

2. DECEMBER 2019