Eröffnungsfilm und Programmeinblicke

Menschenrechte im Herzen der Hauptstadt:
Das zweite Human Rights Film Festival Berlin startet mit dem preisgekrönten Film „For Sama“


Berlin, den 24. Juli. Bereits zum zweiten Mal zeigt das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) vom 18. bis 25. September die Geschichten mutiger Menschen – ihre Ängste, Träume und Hoffnungen. Dabei werden insgesamt 30 Dokumentarfilme in 70 Vorführungen und Gesprächen mit Filmschaffenden und Filmprotagonisten präsentiert. Erstmals werden zudem drei dotierte Preise vergeben. Der in Cannes als bester Dokumentarfilm ausgezeichnete „For Sama“ von Waad al-Kateab und Edward Watts eröffnet das Festival am 18. September im Kino International. Das HRFFB, das von der NGO Aktion gegen den Hunger organisiert wird, findet in diesem Jahr erstmalig in Zusammenarbeit mit zwei starken Partnern statt: Die NRC Flüchtlingshilfe Deutschland und die Kinderrechtsorganisation Save the Children setzen beide eigene Schwerpunkte.

Das Programm des Festivals gliedert sich in drei thematische Sektionen – Voices from a Troubled World, Global Spotlights und The Future is Now. Voices From a Troubled World umfasst Beiträge zu humanitären Krisen und Flucht. Ein prägnanter Vertreter dieser Kategorie ist „The Prosecutor“ (Deutschlandpremiere) von Leslie Thomas, der die Frage nach einer (zukünftigen) juristischen Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in Konflikten stellt. Da Menschenrechte nicht nur in Kriegsund Krisenregionen besondere Aufmerksamkeit verdienen, widmet sich das Festival mit Global Spotlights unter anderem den Schwierigkeiten des Ankommens in einer fremden Umgebung. Hier sticht besonders „Coeur de Pierre“ („Heart of Stone“) (Deutschlandpremiere) von Claire Billet und Olivier Jobard heraus. Der Film begleitet den afghanischen Flüchtling Ghorban in Frankreich über einen Zeitraum von acht Jahren, von seiner Kindheit bis zur Adoleszenz. Diese Programmschiene beinhaltet auch Askold Kurovs eindringliche Dokumentation „Novaya“ (Deutschlandpremiere) mit Einblicken in die Redaktionsarbeit einer der letzten unabhängigen Zeitungen Russlands und deren tagtäglichem Kampf für Freiheit und Demokratie. In der Sektion The Future is Now geht es in diesem Jahr um die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt. Utopische Denkversuche stehen hier neben kritischen Bestandsaufnahmen, zu denen auch Sergio Mata’u Rapus „Eating Up Easter“ (Deutschlandpremiere) gehört, der die Folgen des Tourismus für die Bevölkerung der Osterinsel aus indigener Perspektive untersucht.

„Mit unserem Filmprogramm wollen wir den Blick des Publikums ganz konzentriert auf Menschenrechtsverletzungen lenken. Dabei ist es uns ein großes Anliegen, ungeschönten Bildern und kritischen Stimmen eine Plattform zu bieten. Gleichzeitig möchten wir aber auch einen Raum schaffen für Optimismus und Hoffnung – um darauf aufmerksam zu machen, welche positiven Entwicklungen es durchaus auch gibt,“ erklärt Anna Ramskogler-Witt von Aktion gegen den Hunger und Leiterin des Human Rights Film Festival Berlin, die sich seit über zehn Jahren für die Interaktion von Film, Kunst und Menschenrechtsthematiken einsetzt. Die drei dotierten Preise vergibt das Festival in Kooperation mit Partnern aus Politik und Gesellschaft: Den Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis für Freiheit und Menschenrechte mit der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, den Preis für Sustainable Impact mit dem Auswärtigen Amt und den Human Rights Film Festival Berlin Kurzfilmpreis mit der UNO-Flüchtlingshilfe.

„Durch das Festival möchten wir zu einem Wandel im Denken und Handeln beitragen. Als humanitäre Organisation sehen wir die Chance, durch Filme Verständnis und Empathie zu fördern und gleichzeitig konkrete Handlungsoptionen für ziviles Engagement aufzuzeigen“, betont Jan Sebastian Friedrich-Rust, Festivalgründer und Geschäftsführer von Aktion gegen den Hunger.

Das Festival konnte zudem in diesem Jahr erstmalig zwei internationale Hilfsorganisationen als Kooperationspartner gewinnen, die NRC Flüchtlingshilfe Deutschland und Save the Children. „Auch wir Partner setzen auf Film als Medium, das Emotionen und Fakten gleichermaßen vermitteln kann. Die NRC Flüchtlingshilfe Deutschland widmet sich dem wichtigen Themenkomplex Flucht. Wir von Save the Children präsentieren in unserem 100sten Jahr eine Filmreihe zu unserem Jubiläumsthema ‚Kinder im Krieg’“, sagt Martina Dase, Kommunikationsdirektorin von Save the Children Deutschland.

Menschenrechte im Herzen der Hauptstadt

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Filmbilder

For Sama Poster
Heart of Stone
Novaya
Eating up Easter
For Sama

Pressebilder

Hochauflösende Pressebilder zu den Filmen „For Sama“„Heart of Stone“, „Novaya“ und „Eating Up Easter“ finden Sie zum Download im Pressebereich.

Presseakkreditierungen

Für die Teilnahme am Human Rights Film Festival Berlin ist eine Presseakkreditierung nötig. Bitte schreiben Sie dazu eine Email mit dem Betreff „Presseakkreditierung“ und entsprechenden
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Pressekontakt

Marie Ketzscher, Pressesprecherin. 
 ketzscher@posteo.de
 +49 176 20730333

Human Rights Film Festival Berlin

Das Human Rights Film Festival Berlin (HRFFB) findet vom 18. bis 25. September 2019 zum zweiten Mal in Berlin statt. Es zeigt Geschichten von mutigen Menschen, von ihren Ängsten, Freuden und Hoffnungen. Die Filme weisen auf Menschenrechtsverletzungen hin und prangern sie an. Das Human Rights Film Festival Berlin 2019 wird von Aktion gegen den Hunger in Kooperation mit Save the Children und dem NRC Flüchtlingshilfe Deutschland organisiert. Mehr unter: humanrightsfilmfestivalberlin.de

3. SEPTEMBER 2019
Feedback zum HRFFB 2019

Sehr geehrter Gast,
wir freuen uns sehr, dass Sie unser diesjähriges Human Rights Film Festival Berlin besucht haben und bitten Sie ein kurzes Feeback zu Ihren Eindrücken abzugeben.