Talks

TALKING HUMANITY

"Talking Humanity" ist die neue Gesprächsreihe des Human Rights Film Festival Berlin. Gemeinsam mit unseren Partnern laden wir Persönlichkeiten von internationaler Ausstrahlung ein, sich zu Fragen unserer Zeit zu äußern. Die Gesprächsreihe setzt mit ihrer reduzierten Form bewusst einen Kontrapunkt zur Nachrichtenflut und lädt das Publikum ein, sich gemeinsam mit den Expert:innen intensiv einzelnen Thematiken zu widmen. Gemeinsam wollen wir die Themen von verschiedenen Perspektiven beleuchten, durchaus auch kontrovers diskutieren und nicht zuletzt zu einem offenen Dialog beitragen.

Die Teilnahme an den Talks ist kostenfrei, wir bitten aber um eine Registrierung vorab. Die Veranstaltungen finden in deutscher Sprache statt. Veranstaltungsort ist das Festivalzentrum in der Villa Elisabeth (Berlin Mitte). Die Liste der Expert:innen wird fortlaufend ergänzt. 

14. Oktober, 18.30 Uhr 

Raubkunst: Der Kampf um die Rückgabe afrikanischer Kunst 

Wem gehört die afrikanische Kunst in Europas Museen? Gemeinsam mit Expert*innen gehen wir der Frage nach, warum in der Kolonialzeit geraubte afrikanische Kunstschätze nicht schon längst an die Herkunftsländer zurückgegeben wurden und wie es gelingen kann, dass der Austausch zwischen ehemaligen Kolonialmächten und jenen die unter ihnen gelitten haben endlich auf Augenhöhe geführt wird.

Input: 
Njobati Sylvie, Aktivistin mit Schwerpunkt Restitution und Multimedia-Künstlerin

Eine Diskussion mit

Bénédicte Savoy, Professorin, Fachgebietsleiterin für Kunstgeschichte der Moderne an der TU Berlin
Tahir Della, Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
Stefan Rössel, Beauftragter für Auswärtige Kulturpolitik, Auswärtiges Amt
Celia Parbey, Journalistin

Anschließend an die Diskussion wird der Film "Restitution? Africa's Fight for Its Art" gezeigt. 

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15. Oktober, 16.30 Uhr 

Krisen-Hopping
Was interessieren uns die Katastrophen und Kriege von gestern?

Die Nachrichtenwelt ist schnelllebig, und die Schlagzeile von gestern wird spätestens morgen von einer neuen abgelöst. Was bleibt sind die Krisen und Konfliktregionen dieser Welt, die mehr Aufmerksamkeit bräuchten, um nicht in Vergessenheit zu geraten. So schnell wie wir aufschreien bei Menschenrechtsverbrechen und humanitären Krisen, so schnell spulen wir auch weiter. Was bleibt sind Regionen und Menschen die unsere Hilfe brauchen. Wie schaffen wir es menschliches Leid nicht zu vergessen und angemessen darzustellen? 

Eine Diskussion mit
Mohammed Amjahid, Journalist
Mura Camann, Johanniter
Alexander Lurz, Greenpeace 
Jan Sebastian Friedrich Rust, Aktion gegen den Hunger
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LIVESTREAM

ab 16.30 Uhr hier: Alex Berlin

16. Oktober, 17:00 Uhr

Lesung
Kira Vinke „Sturmnomaden“

Wie der Klimawandel uns Menschen die Heimat raubt

Die Klimakrise wird Millionen die Lebensgrundlage entziehen. Welche Möglichkeit haben wir noch, dem Klimawandel zu begegnen und den Betroffenen ein Bleiben oder eine Abwanderung in Sicherheit und Würde zu ermöglichen?

Kira Vinke, Leiterin des Zentrums für Klima und Außenpolitik der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, gibt in ihrem bahnbrechenden, von Forschung und weltweiten Recherchen getragenen Buch den von der Klimakrise bedrohten Menschen Gesicht und Stimme.

Moderation: Lisa Jörke, Aktion gegen den Hunger

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16. Oktober, 18.30 Uhr

Gespaltene Gesellschaften:
Wie schaffen wir mehr globale Gerechtigkeit?

Angetrieben durch die Pandemie, die Klimakrise sowie Kriege wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer. Sie betrifft nicht nur Einzelne, sondern sie gefährdet auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Funktionsfähigkeit von Demokratien weltweit. Während die Mehrheit immer weniger hat, haben einige wenige immer mehr. Wie können wir dieser gefährlichen Dynamik in Zeiten multipler Krisen entgegenwirken? 

Eine Diskussion mit
Lilli Amankwah, Bonn Institute
Neven Subotić, Neven Subotic Stiftung
Florian Westphal, Save the Children
Njoki Njehu, Feministin und Aktivistin
Selmin Çalışkan, Expertin für Menschenrechte und Internationale Kooperation

co-kuratiert durch GIZ

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17. Oktober, 18.00 Uhr 

Entwicklung und Diplomatie: Mit Feminismus gegen den Hunger?

Feministische Außen- und Entwicklungspolitik sind spätestens seit dem Amtsantritt von Annalena Baerbock und Svenja Schulze auch in Deutschland ein Begriff. Doch was versteckt sich hinter diesen Begriffen und worin liegen die Chancen einer feministischen Außen- und Entwicklungspolitik im Kampf gegen den Hunger?

Intro:

Gollaleh Ahmadi, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
Anna Ramskogler-Witt, Human Rights Film Festival Berlin

Eine Diskussion mit: 

Aya Chebbi, Nala Feminist Collective
Hannah Neumann, Abgeordnete des Europäisches Parlament
Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundes­ministerin für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit und Ent­wicklung

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17. Oktober, 19.30 Uhr 

Exklusive Vorpremiere: Die Klima-Monologe

Dürren, Überschwemmungen, Stürme. Unbewohnbare Zonen und Verteilungskämpfe breiten sich aus. Das Zeitfenster, das noch zum Handeln bleibt, wird immer kleiner. Die Klima-Monologe erzählen von den weltweiten Kämpfen verschiedenster Menschen gegen den Klimawandel. 

Im Rahmen des HRFFB bietet Sara Hiruth-Zoudi eine exklusive Vorpremiere von einem der Klima-Monologe dar. Im Fokus steht der Kampf einer jungen Frau aus Bangladesch, die versucht, den immer häufiger und stärker werdenden Zyklonen zu trotzen.

Im Anschluss findet eine Diskussion statt mit dem Autor und Regisseur der Klima-Monologe, Michael Ruf, zum Thema "Wie sollten wir über die Klimakrise erzählen?". Michael Ruf ist Gründer von "Wort und Herzschlag". Seine Stücke Asyl-Monologe, Asyl-Dialoge, NSU-Monologe und Mittelmeer-Monologe wurden mehr als 900 Mal aufgeführt, darunter im Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

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18. Oktober, 18.30 Uhr 

Der genaue Blick im Krieg – Aus der Ukraine berichten

Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, heißt es oft. Putins Krieg gegen die Ukraine ist ein besonderes Beispiel massiver und wirksamer Lügenpropaganda. Um die Ereignisse besser zu verstehen, sind wir auf genaue Reportagen angewiesen. Doch wie frei ist Berichterstattung im Krieg? Wie sehr bestimmt der Krieg deren Fokus und Sprache? Der Dokumentarfilmer Kristof Gerega wollte den politischen Aufbruch einer neuen Generation in der Ukraine nach dem Euromaidan 2014 festhalten – sein Filmtitel "Beyond Revolution - Fighting for Democracy" (Dt: „Generation Euromaidan - Sehnsucht nach Demokratie“) hat seit Kriegsbeginn auch eine wortwörtliche Bedeutung. Wie geht der innenpolitische Kampf gegen Korruption heute weiter, im Verteidigungskampf gegen Russland? Moritz Gathmann berichtet als Chefreporter von „Cicero“ seit dem Februar 2022 immer wieder aus der Ukraine. Wie kämpft man für die Wahrheit in diesem Krieg?

Eine Diskussion mit

Natascha Freundel, Journalistin
Moritz Gathmann, Journalist
Kristof Gerega, Regisseur

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18. Oktober, 20.30 Uhr 

Live Podcast: My PoC Bookshelf

Podcast mit Georgina Fakunmoju und Josephine Apraku

Moderatorin Georgina Fakunmoju wird die Autorin Josephine Apraku zu Gast haben, die gerade ihr neues Buch „Kluft und Liebe: Warum soziale Ungleichheit uns in Liebesbeziehungen trennt und wie wir zueinanderfinden“ veröffentlicht hat. Georgina Fakunmoju macht mit “My PoC Bookshelf” schwarzes, indigenes und PoC Wissen, die Kulturen und Erfahrungen in all ihrer Vielfalt sichtbar und will damit Repräsentationen schaffen für BIPoCs in Deutschland, die sich von weißen Perspektiven nicht abgeholt und gesehen fühlen. 

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19. Oktober, 18:30 Uhr

Pressefreiheit: Welchen Preis hat die Wahrheit?

Mit der Erosion von Menschenrechten und dem erstarken repressiver Regime schwindet die Pressefreit weltweit. Immer mehr Journalist*innen geraten unter Druck, werden bedroht oder sogar ermordet. Der Preis die Wahrheit zu berichten ist weltweit gestiegen – eine der wichtigsten Säulen der Demokratie gerät damit mehr und mehr ins Wanken. Was kann diesem Negativtrend entgegengesetzt werden? Und welche Motivation haben Journalist*innen weiterzumachen?

Eine Diskussion mit

Alexander Sängerlaub, Bonn Institute, futur eins
Gabriel Shipton, Produzent
Christian Goiny, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin
Anna Ramskogler-Witt, Human Rights Film Festival Berlin

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20. Oktober, 13:00 Uhr

Bildung: Das Fundament für die Zukunft

Weltweit sind derzeit über 244 Millionen Kinder nicht in der Schule und fast die Hälfte aller Kinder auf der Flucht hat keinen Zugang zu Bildung. Die Konsequenzen sind schwerwiegend. Der Mangel an guter Bildung resultiert zum einen oftmals in Arbeitslosigkeit und einhergehender Armut. Zum anderen sind Kinder, die in schwer von Armut und Krisen heimgesuchten Regionen aufwachsen und keinen Zugang zu Bildung haben, einem weitaus höheren Risiko ausgesetzt, früh verheiratet sowie Opfer von Kinderarbeit und Gewalt zu werden. Gemeinsam mit der Global Partnership for Education diskutieren internationale Akteur*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Kultur, wie man diesem Negativtrend entgegenwirken kann und wie Bildung eine Lösung für gegenwärtige Krisen und die Herausforderungen von Morgen sein kann.

Kuratiert durch Global Partnership for Education.

  • Maryam and Nivaal Rehman (hosts): Journalistst, filmmakers and GPE Youth Ambassadors 
  • Charles North (panelist): Acting Chief Executive Officer Global Partnership for Education 
  • Sheba George (panelist): Education Finance and Advocacy Consultant (SEEK Development)
  • Malte Pfau (panelist): Speaker of GCE Germany (Globale Bildungskampagne / GBK) 
  • Sunniva Ferri (panelist): Climate, resilience and education advocate 

Registrierung

20. Oktober, 18:30 Uhr

Kinder im Netz: Missbrauch bekämpfen, ohne Persönlichkeitsrechte zu verletzen?

Es ist das weltweit am schnellsten wachsende Verbrechen: die Verbreitung von Kinderpornographie im Netz. Und Europa ist ein Drehkreuz dafür: Was können wir dem Missbrauch im Netz entgegensetzen? Welche Rolle kann dabei die geplante europäische Datenschutzverordnung spielen und welchen Einfluss hat diese auf unsere Privatsphäre?

Interview:
Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Eine Diskussion mit

Nikki Holmes, Child Wise
Linda Vierecke, Journalistin
Daniel Moßbrucker, Journalist

REGISTRIERUNG

19. OCTOBER 2022