#redhandday

Das Recht auf eine Kindheit ohne Gewalt und Ausbeutung

Vor über 30 Jahren, im November 1989, verständigten sich die Vereinten Nationen auf allgemeingültige Kinderrechte, niedergeschrieben in den „UN-Kinderrechtskonventionen“. Darin wird Kindern unter anderem das Recht auf Schutz vor Ausbeutung und Gewalt zugesprochen – dennoch werden weltweit tausende Kinder für militärische Zwecke missbraucht. Sie dienen als Kämpfer*innen, Köch*innen, Träger*innen, überbringen Nachrichten, werden sexuell ausgebeutet oder für Zwangsehen missbraucht.

Wie viele genau betroffen sind, kann nur geschätzt werden: UNICEF geht von mindestens 250.000 Kindersoldat*innen aus. Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten – auch „Red Hand Day" genannt – soll aktiv an das Schicksal dieser Kinder erinnern. Anlass für diesen Tag war das Inkrafttreten des Fakultativprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002.

HRFFB 2019: Schwerpunkt Kinderrechte

Die Rechte von Kindern zu wahren ist essentiell, denn Kinder und Jugendliche sind leichter zu manipulieren und für bewaffnete Gruppen oft preisweiter als Erwachsene. Im Rahmen des Human Rights Film Festival Berlin 2019 beschäftigte sich die Sonderreihe „Kinder in Krieg“ (kuratiert von Save the Children Deutschland) mit dieser Thematik und rückte die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern in Konflikten ins Blickfeld der Kinogäste.

Der Film ISIS, TOMORROW – THE LOST SOULS OF MOSUL der italienischen Journalistin Francesca Mannocchi thematisiert dabei insbesondere die Schicksale von Kindersoldat*innen. Die Regisseurin zeigt, wie eine ganze Generation zur „verlorenen Generation“ und aus unschuldigen Kindern tickende Zeitbomben wurden.
 


Filmempfehlungen

Wir haben für euch zwei kurze Online-Dokumentarfilme zum Thema des heutigen Tages herausgesucht. Mittels persönlicher Schicksale zeichnen sie ein Bild davon, was es bedeutet, Kindersoldat*in zu sein:

 

12. FEBRUARY 2020