Kostenfreie Filmvorführungen für Schüler*innen ab der 7. Klasse
Wir bieten ab Januar 2025 deutschlandweit die Möglichkeit, ausgewählte Filme an Ihrer Schule oder in einem Kino Ihrer Wahl zu zeigen.
Menschenrechte erleben
Durch spannende Dokumentationen ermöglichen Sie Ihren Schüler*innen Einblicke in internationale Menschenrechtsthemen. Im Anschluss an die Filmvorführung besteht nach Absprache die Möglichkeit, mit Filmemacher*innen und Expert*innen in den Austausch zu gehen und vertiefende Diskussionen anzuregen.
So funktioniert es:
- Film wählen: Die hier präsentierten Filme wurden speziell für Schüler*innen ab Klasse 7 ausgewählt, um komplexe Sachverhalte leicht verständlich zu machen und gleichzeitig zur vertieften Auseinandersetzung anzuregen.
- Datum und Vorstellungsort wählen: Sie können die Filme an einem von Ihnen frei gewählten Termin in Ihrer Schule oder in Abstimmung mit uns in einem Kino Ihrer Wahl zeigen. Die Filme können im Original mit englischen Untertiteln oder mit deutschen Untertiteln gezeigt werden.
- Filmgespräch anfragen: Ab einer Anzahl von ca. 100 Schüler*innen, besteht die Option, dass die Filmemacher*innen oder Protagonist*innen an den Screenings teilnehmen.
Hier Vorführung anfragen
Filme
Bêmal – Heimatlos (Gewinner Youth Award 2024)
Düzen Tekkal, David Körzdörfer | 86 min | DE | 2024
Sprache: Deutsch
Themen: Krieg und Frieden, Feminusmus, Flucht
Unterrichtsfächer: Politik, Ethik, Geschichte,
Empfohlen ab der 7. Klasse
Im August jährte sich der Völkermord des sogenannten „Islamischen Staats“ an den Jesid*innen zum zehnten Mal. Tausende Jesid*innen wurden systematisch getötet, versklavt und vertrieben. Seitdem kämpft die religiöse Minderheit mit den Folgen des Terrors. Vier Geschwisterpaare zeigen vor der Kamera von Aktivistin und Dokumentarfilmerin Düzen Tekkal von HÁWAR.help ihre Geschichte. Gemeinsam mit Co-Regisseur David Körzdörfer begleitet sie die Protagonist*innen durch ihr Leben in Deutschland und im Irak. Im Gespräch mit Annalena Baerbock macht Tekkal deutlich, welche Maßnahmen heute zum Schutz der Jesid*innen auch von deutscher Seite nötig sind.
Die Möllner Briefe
Martina Priessner | 96 Min | DE | 2025
Sprache: Deutsch/Türkisch, mit deutschen Untertiteln
Themen: Rassismus, Erinnerungskultur, gesellschaftliche Ausschlüsse, Solidarität, Zivilgesellschaft, Repräsentation, Trauma, Empowerment, Selbstwirksamkeit, Aktivismus
Unterrichtsfächer: Politik, Geschichte, Ethik
Empfohlen ab der 8. Klasse (13 Jahre)
Der Film erzählt die Geschichten der Opfer und Überlebenden der rassistischen Brandanschläge von Mölln im November 1992. Der 7-jährige İbrahim Arslan überlebte schwer verletzt und verlor seine Schwester, Cousine und Großmutter. Jahrzehntelang blieb die Perspektive der Betroffenen in der öffentlichen Erinnerung ungehört. 2016 wurden im Stadtarchiv Mölln tausende Briefe entdeckt, die an die Familien gerichtet waren – als Zeichen der Solidarität – aber nie übergeben wurden. Der Film folgt İbrahim Arslan auf seiner Reise durch das unbeachtete Archiv: Er liest die Briefe, begegnet Verfasser*innen, konfrontiert das Stadtarchiv mit dem Vorenthalten der Briefe und setzt sich mit seiner eigenen Geschichte auseinander. Es entsteht ein vielschichtiger Blick auf Erinnerung, Verlust,
strukturelles Schweigen und die Kraft solidarischer Verbundenheit. Verdrängte Stimmen rücken in den Vordergrund: Die ungehörten Geschichten der Betroffenen bilden das Herz des Films und beleuchten die persönliche wie politische Dimension von Erinnerung, Trauma und Solidarität.
Das Schulfilmprogramm wird Ihnen im Rahmen von "Stories for Change" präsentiert – eine Initiative des Human Rights Film Festival Berlin und Schulen gegen den Hunger, die junge Menschen auf eine inspirierende Reise mitnimmt. Sie wird ermöglicht von den Teilnehmer*innen der Deutschen Postcode Lotterie. Durch interaktive Vorträge, multimediale Bildungsmaterialien und ein maßgeschneidertes Filmprogramm erweitern Schüler*innen ihren Horizont, entwickeln Empathie und solidarisieren sich, um aktiv für eine gerechtere Welt einzutreten. Diese partizipative Methode schafft Bewusstsein, fördert Reflexion und mobilisiert Jugendliche, Verantwortung für unsere globale Gemeinschaft zu übernehmen. Mit "Stories for Change" investieren wir in die Gestalterinnen von morgen und tragen so zur Bekämpfung des Klimawandels und globaler Ungerechtigkeit bei.